Professionelle Immobilienfotos: So wird ein Objekt perfekt in Szene gesetzt

7 Min Read
Professionelle Immobilienfotos: So wird ein Objekt perfekt in Szene gesetzt

Egal ob du deine eigene Immobilie verkaufen möchtest, oder ein Immobilienmakler bist, ein aussagekräftiges Exposé ist eines der wichtigsten Voraussetzung für den Verkauf der Immobilie. Denn es hat sich gezeigt, dass potenzielle Interessenten innerhalb von nur 20 Sekunden anhand der Bilder entscheiden, ob die Immobilie sie anspricht oder nicht. Bei den zahlreichen Inseraten überall im Internet ist es also entscheidend, dass die Bilder hervorstehen und beeindrucken.

Interessenten verbringen auf der Suche nach einer Immobilie die meiste Zeit mit dem Durchsehen von Fotos der Immobilien. Auch die Anzahl der Bilder beeinflusst die wahrgenommene Attraktivität des Objektes. Umso wichtiger ist es, dass du bei dem Verkauf der Immobilie professionelle und hochwertige Fotos machst, um ein imposantes Exposé zu kreieren.

Wenn ein professioneller Fotograf in der Nähe beauftragt wird, der bereits Erfahrungen mit Immobilienfotos hat, wird er die besten Tipps und Tricks bereits wissen. Wie du selbst deine Immobilie ins beste Licht rücken und ein beeindruckendes Exposé erstellen kannst, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Du benötigst dazu entweder eine Digitalkamera, System- oder Spiegelreflexkamera mit Weitwinkelobjektiv oder ein Smartphone mit hochmoderner Kamera, sowie ein Stativ und Software, um die Bilder zu bearbeiten.

Auf das richtige Licht achten

Die richtige Beleuchtung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gelungenes Immobilienfoto. Das falsche Licht kann selbst das schönste Foto ungemütlich wirken lassen. Daher solltest du so weit wie möglich bei sonnigem Wetter und tagsüber fotografieren. Du solltest darauf achten, dass die Sonne nicht direkt prall in den Raum scheint, da dies zu überbelichteten Bildern führt.

 

Ist der Raum eher dunkel, solltest du das Licht jedoch nicht anschalten. Das Licht sieht nicht nur unnatürlich aus, sondern lässt das Zimmer besonders dunkel wirken. Du solltest das Foto länger belichten oder es später bearbeiten. Sollte der Raum hingegen sehr hell sein, schalte das Licht an. Durch das zusätzliche Licht werden Highlights gesetzt und es wirkt nicht unnatürlich. Also, schalte bei dunklen Räumen das Licht aus und bei hellen Räumen das Licht an.

Beim Fotografieren deiner Immobilie solltest du auf den Blitz verzichten, denn er sorgt nicht nur für harte Schatten, sondern auch für Überbelichtung der Bilder.

Entferne störende Gegenstände vor dem Shooting

Bevor du mit den Aufnahmen beginnst, solltest du jegliche private oder störende Gegenstände wegräumen. So kann sich der Interessent besser vorstellen, in die Immobilie einzuziehen. Auch die Räume wirken so wesentlich ordentlicher und strahlen Ruhe aus. Zeitschriften, Kinderspielzeug, Hundebetten, Zahnbürsten und Pflegeartikel verleihen dem Interessenten das Gefühl, in die Privatsphäre des Eigentümers einzudringen. Auch Mülltonnen und Blätter in der Einfahrt solltest du entfernen, da diese ebenfalls das Bild negativ beeinflussen.

Ein komfortables Wohngefühl schaffen

Im Idealfall sollte der Interessent die Fotos betrachten und sich vorstellen können, direkt in die Immobilie einzuziehen. Dazu benötigt es meist Möbel, welche Emotionen erzeugen, denn den meisten Menschen fehlt bei einer leeren Immobilie die Vorstellungskraft, um sie gedanklich einrichten zu können.

Steht die Immobilie momentan leer, kann sich dies negativ auf das Kaufinteresse auswirken. Doch mit virtuellem Home Staging kannst du deine Immobilie virtuell entsprechend einrichten. Dabei kannst du auf individuelle Wünsche der Interessenten und den bestimmten Geschmack der Zielgruppe eingehen.

Auf die richtige Perspektive und Winkel achten

Versuche immer, mindestens 2 Wände auf dein Foto zu bekommen, denn dies lässt den Raum optisch größer wirken. Am besten stellst du dich dazu in eine Ecke und fotografierst in den Raum. Nehme Bilder aus jeder Ecke, sodass du eine Auswahl hast und dich für die besten Bilder entscheiden kannst. Fotografierst du auf Bauchhöhe, lässt es die Bilder besonders natürlich wirken und setzt die Räume in Szene. Achte zudem darauf, keine Möbel mit dem Rand des Bildes anzuschneiden.

Vermeide stürzende Linien, welche entstehen, wenn du deine Kamera schräg oder nach oben richtest. Dies erweckt bildlich den Eindruck, als würde das Zimmer einstürzen. Du solltest deine Kamera immer gerade halten, sodass sie nicht zur Seite oder nach unten oder oben kippt. Das Beste ist, ein Stativ zu verwenden, womit sich wackelige Bilder vermeiden lassen.

Nehme Außenaufnahmen der Immobilie

Zu einem vollständigen Exposé einer Immobilie gehören auch Bilder der Außenansicht. Dies ist das Erste, was der Interessent von dem Objekt sieht. Jegliche störende Gegenstände wie Rasenmäher oder Kinderspielzeug sollten auch hier vor dem Ablichten entfernt werden. Dein Garten muss ebenfalls in gepflegtem Zustand sein und das Gras gegebenenfalls gemäht werden.

Ist deine Immobilie äußerlich nicht besonders attraktiv, solltest du sie in der Abenddämmerung fotografieren und die Lichter in den Fenstern brennen lassen. Dies schmeichelt der Immobilie und sie wirkt gemütlich und einladend.

Fotografiere bei schönem Wetter

Ein Foto einer Immobilie mit grauem Himmel wirkt nicht besonders einladend und du solltest daher versuchen, vor allem Außenaufnahmen bei schönem Wetter zu machen.

Das Wetter spielt nicht mit? Dann kannst du das Bild später retuschieren.

Bearbeitung der Bilder

Du bist mit manchen Fotos nicht komplett zufrieden? Dann kannst du sie bearbeiten und beispielsweise die Farben etwas kräftiger zum Ausdruck bringen oder einen dunklen Raum heller erscheinen lassen. Unerwünschte Gegenstände können wegretuschiert oder virtuelle Möbel hinzugefügt werden. Du musst kein Profi sein, um die Bilder zu bearbeiten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Programme und Apps, mit denen die Bearbeitung der Bilder kinderleicht ist.

Nimm dir Zeit

Zeit ist kostbar, und bist du ein Immobilienmakler, möchtest du deinen Kunden nicht lange stören. Aber hast du es zu eilig und merkst erst im Büro, dass die meisten Bilder unbrauchbar sind, musst du erneut einen Termin mit ihm vereinbaren, was nicht gerade professionell wirkt.

Nimm dir daher genügend Zeit für deine Bilder. Sehe dir die Bilder des Raumes nach dem Ablichten an und prüfe, ob du zufrieden mit ihnen bist, bevor du zum nächsten Raum wechselst. In der Regel gilt: lieber mehr Fotos als zu wenig. So garantierst du dir gelungene Aufnahmen der Immobilie und kannst ein imposantes Exposé erstellen.

Share this Article